Atemschutzgerät

Ein Atemschutzgerät dient zum Schutz der Retter in verqualmten Bereichen. Im Brandrauch sind giftige Gase enthalten, unter anderem auch lebensgefährliches Kohlenmonoxid.


Innerhalb von 3 Minuten erreicht Kohlenmonoxid eine lebensgefährliche Wirkung im menschlichen Gehirn. Dementsprechend ist ein Atemschutzgerät die Lebensversicherung für das Feuerwehrmitglied.


Das Atemschutzgerät besteht aus einer Trageplatte mit Gurten, einer Atemluftflasche, dem Druckminderer, dem Lungenautomaten und der Atemschutzmaske.


Die Luft der Flasche enthält reiner Sauerstoff wie der Mensch ihn zum Atmen benötigt. In die Flasche werden 300bar Atemluft gepresst. Durch den hohen Druck in der Flasche entfließt die Luft beim Öffnen der Flasche rasend schnell. Um den Menschen die Luftzufuhr über den Lungenautomat und die Maske möglich zu machen, wird ein Druckminderer verwendet, der ein normales Atmen unter der Maske ermöglicht.


Die Atemschutzmaske wird am Kopf mithilfe von Laschen abgedichtet. Sollte die Maske einmal verrutschen und eine Undichtigkeit entstehen, besteht keine Gefahr für die Person unter der Maske. Eine Überdruckfunktion öffnet das Luftventil und bläst Luft ab, um ein Eindringen von Brandrauch in die Maske zu verhindern.


Die komplette Atemschutzausrüstung wiegt ca. 20 Kilogramm und die 300bar Luftmenge reichen für eine Arbeitszeit von 25-30 Minuten aus. Weiterhin sind Doppelflaschengeräte mit 600bar Luft auf unserem Fahrzeug verladen. Durch ein leichtes Material der Flaschen erhöht sich das Gewicht zu den Einflaschengeräten nur minimal. Die Arbeitszeit verdoppelt sich aber. Bis zu 60 Minuten kann mit diesen Geräten gearbeitet werden.


Zum Tragen von Atemschutzgeräten muss eine besondere Ausbildung absolviert werden.