Wasserführende Armaturen

Wasserführende Armaturen sind starre Bestandteile der feuerlösch-technischen Ausrüstung, die von Löschwasser durchflossen werden.


Hierzu zählen:

  • 1) Kupplungen
  • 2) Standrohr inkl. Hydrantenschlüssel für Ober - und Unterflurhydrant
  • 3) Sammelstück & Verteiler
  • 4) Strahlrohre
    • DM - Strahlrohr
    • CM - Strahlrohr
    • BM - Strahlrohr
    • Stützkrümmer
  • 4a) Hohlstrahlrohr

1) Kupplungen

Kupplungen verbinden Schläuche mit Armaturen oder Schläuche untereinander.

Für Schläuche gibt es Druck - und Saugkupplungen. Mit sogenannten Übergangsstücken können Kupplungen unterschiedlicher Größen miteinander verbunden werden.

2) Standrohr

Strandrohre dienen zur Wasserentnahme aus Unterflurhydranten. Es gibt sie in den Ausführungen 2B und 2C, was bedeutet, dass zwei C - oder zwei B - Schläuche angeschlossen werden können.


Im Löschbezirk Altforweiler und in der Gemeinde Überherrn stehen ausschließlich 2B-Standrohre zur Verfügung.


Mithilfe der Drehventile kann das Wasser durch eine in der Mitte liegende Klappe entweder auf einen oder zwei Schläuche verteilt werden.

3) Sammelstück & Verteiler

Das Sammelstück dient zur Einspeisung von Wasser an der Feuerlöschkreiselpumpe. Es hat drei B-Schlaucheingänge und einen A-Schlauchausgang mit dem das Wasser von anderen Fahrzeugen oder mehreren Hydranten in die Pumpe befördert werden kann.


Der Verteiler dient Verteilung von Wasser auf zwei C-Schläuche und einen B-Schlauch. Das vom Fahrzeug kommende Wasser kann dann auf drei neue Schlauchverbindungen inklusive Strahlrohre umgelegt werden.

4) Strahlrohre

Die Strahlrohre DM, CM und BM unterscheiden sich an sich nur in ihrer Größe. Alle Strahlrohe verfügen über einen geradlinigen Vollstrahl sowie einen großflächigen Sprühstrahl. Beim Sprühstahl wird das Wasser in kleinere Perlen zersetzt. Weiter besitzen die Strahlrohre die Funktion eines "Hdyroschildes bzw. Mannschutzes", d.h. die Einsatzkräfte können bei Gefahr im Gebäude eine schützende Wasserwand vor sich aufbauen.


Eine Besonderheit gibt es beim B-Strahlrohr. Vorschriften zufolge muss das Strahlrohr aufgrund von zu hohen Wasserkräften mit 3 Kräften gehalten werden. Mithilfe eines Stützkrümmers an dem sich eine Einsatzkraft abstützen kann, darf das Strahlrohr aber auch mit 2 Kräften gehalten werden.

4a) Hohlstrahlrohr

Das Hohlstrahlrohr ist ein speziell für den Innenangriff hergestelltes Strahlrohr.


Besonderheiten sind die Einstellmöglichkeit der Wassermenge sowie die individuelle Einstellung des Sprühbildes. Durch die am Wasserausgang angeordneten Zacken wird das Wasser in extrem kleine Wasserperlen, fast schon vergleichbar mit Wassernebel, zersetzt und hat somit eine extrem starke Löschwirkung ohne einen hohen Wasserschaden zu verursachen.