Brand auf Hochregallager - Eine Großschadenslage, die geübt sein will. Gesamtübung 24.04.2015

Hoch hinaus ging es für die Retter am 24.04.2015. Eine weitere Gesamtübung mit allen Löschbezirken der Gemeinde Überherrn im Jahr stand an.


Wir berichteten bereits wie wichtig die Arbeit unter einzelnen Löschbezirken in einer Gemeinde ist. Noch wichtiger ist die Zusammenarbeit der kompletten Gesamtgemeinde bei Großschadenslagen wie dieser. Diese wird mehrmals im Jahr in Gesamtübungen gefördert.

 

Die Szenarien reichten von Innenangriff mit Personenrettung, über eine Brandbekämpfung auf dem Dach bis hin zur Menschenrettung in einer Notlage auf dem Außengelände.

 

Gemeinsam bildeten der Lbz. Altforweiler sowie der Lbz. Berus ein Team zur Brandbekämpfung auf dem Dach. Hier wurde zum ersten Mal die direkte Wasserverbindung entlang der ca. 10m hohen Gebäudewand getestet. Durch die enorme Pumpenleistung der verbauten Pumpen stellt dieser Höhenunterschied heutzutage kein Problem mehr dar. Das Wasser wird mit nur leichten Druckverlusten den steilen Weg hinaufbefördert. Auf dem Vordach wurde ein Verteiler gesetzt und die Kameraden machten sich mit weiteren C - Leitungen auf den Weg bis auf das Hochregallager, um den dort simulierten Brand zu bekämpfen (s. Bild).


In solch großen Unternehmen können natürlich nicht nur Brände entstehen, weitere Risiken durch fahrende Stapler, Paletten, Kartonagen und Boxen sind vorhanden. Auch solch ein Fall wurde bei der Übung mit eingebaut. Der Standort Süd kümmerte sich um eine "eingeklemmte Person" im Außenbereich.

 

Weitere Kameradinnen und Kameraden des Löschbezirks Felsberg bekamen den Befehl den Innenangriff in den Kellerräumen des Gebäudes durchzuführen. Auch hier konnten die Übungsziele erreicht und weitere Erfahrungen gewonnen werden.

 

Nach 90 Minuten konnte die Übung beendet werden. "Übung" heißt nicht immer so schnell wie möglich das Einsatz - bzw. Übungsziel zu erreichen, sondern die erlernte Theorie auch richtig anzuwenden und auch neue, andere Lösungswege für bestimmte Szenarien zu finden, wie die, die bereits bekannt sind. So kann eine Übung auch schnell bis zu 2 Stunden andauern, indem man jeden Arbeitsschritt bespricht und analysiert. Erst wenn diese Arbeitsschritte verinnerlicht und erlernt worden sind, kann man das Gelernte im Einsatz bestens umsetzen und im richigen Moment, wenn es darauf ankommt zu helfen und zu retten, die richtige Entscheidung treffen.

 

Großschadenslagen wie hier dargestellt sind nicht alltäglich, sollten aber wohlgemerkt bestens geübt werden. Die Möglichkeit an solchen Objekten zu üben ist nicht immer selbstverständlich. Von daher einen großen Dank an die Fa. TRW Automotive für die Bereitstellung des Firmengebäudes.

 

Bericht: Tobias Jolly