Übung unter realen Einsatzbedingungen

Eine Übung unter nahezu realen Einsatzbedingungen in Gebäuden ist für fast alle Feuerwehren eine Seltenheit.

 

Unter verqualmten Bedingungen mit Wasser zu arbeiten ist in Normalfällen nur in Brandsimulationsanlagen möglich. Dieses Mal konnten wir das bereits im Artikel des Truppführerlehrgangs genannte Abrissobjekt wieder einmal nutzen. Einzig auf die Zündung einer realen Brandfläche musste aus Sicherheitsgründen verzichtet werden.

Vorgegebene Lage durch die Übungsleiter war ein Zimmerbrand mit mehreren vermissten Personen im Haus. Die Anzahl derer war zu Beginn noch unklar.

 

Im Zugverbund gestaltete man die Übung in Zusammenarbeit mit dem Löschbezirk Süd. Das Erdgeschoss wurde durch den Löschbezirk Altforweiler abgesucht und der dort entstandene Brand nach erfolgter Menschenrettung abgelöscht. Der Löschbezirk Süd übernahm den Kellerbereich des Objektes. Die Trupps retteten ebenfalls eine Person aus dem Keller.

 

Außer der Rettung von Personen und der Brandbekämpfung wurde auch der eigene Atemschutznotfall des Trupps geübt. Die etlichen Gefahren an der Einsatzstelle und im Gebäude bringen Mensch und Technik oft an ihre Grenzen. In der Übung wurde ein Feuerwehrmann während der Menschensuche bewusstlos. Ein Notruf wurde von seinem Truppmitglied abgesetzt und die weiteren Trupps eilten zur Rettung und befreiten den Kameraden aus seiner vermeintlichen Misslage.

 

Nach erfolgter Lüftung des Objektes nahmen sich die Gruppen Zeit, um die Vorgehensweise in verqualmten Gebäuden und vor verschlossenen Türen zu proben. Ebenso wurde richtiges Vorgehen mit der Wärmebildkamera priorisiert.

 

Auf den folgenden Bildern (Truppführerlehrgang 2016) erkennt man die Verqualmung des Gebäudes durch spezielle Rauchgranaten. So war man in der Lage einen relativ realen, schwarzen Qualm im Gebäude zu verteilen.

 

An dieser Stelle möchten wir uns herzlich bei Herrn Pascal Fontaine bedanken,
der es uns möglich machte, unter solchen Realbedingungen in dem Objekt zu üben.

Artikel: Tobias Jolly